Immer häufiger wird beim Verkauf von Kaffee betont, dass dieser direkt vom Bauern kommt. Das ist natürlich schön zu wissen. Und dass der Kaffeebauer davon profitiert, ist auch schön. Dann bekommt man bei seiner Tasse Kaffee ein gutes Gefühl. Aber warum ist es so wichtig, dass dieser Kaffeebauer mehr für sein Produkt bekommt?
Mehr Ertrag für den Bauern
Jeder möchte, dass der Kaffeebauer genug verdient. Aber was ist genug? Genug zum Leben? Oder genug, um in eine gesunde Zukunft für den Kaffee zu investieren?
Der Kaffeaanbau steht in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor einer ganz großen Herausforderung: Die Nachfrage nach Kaffee steigt weiter, aber die Kaffeernte enttäuscht Jahr für Jahr wegen Dürren, Kälte usw. – kurz gesagt: wegen des Klimawandels.
Während einige Bauern früher Dutzende Saisonarbeiter beschäftigen konnten, weil es während der Ernte viel zu tun gab, muss man es heute oft allein bewältigen. So wenig kommt noch von den Kaffeesträuchern.
Nachhaltigkeit
Um Plantagen nachhaltiger zu gestalten, sind Bauern gezwungen, zu investieren, obwohl die Erträge sehr niedrig sind. Investitionen sind nötig, um die Plantage mit Schattenbäumen wie Avocado-Bäumen zu versehen, die die Kaffeesträucher vor der Sonne schützen. Diese Schattenbäume liefern oft Nebeneinkünfte. Investitionen sind auch nötig, um neue, dürreresistentere Sträucher kaufen zu können.
Durch den direkten Einkauf beim Bauern erhält ein Bauer mehr für seine Kaffeebohnen, wodurch er oft gemeinsam mit einer Kooperative an seiner Zukunft arbeiten kann.
Kaffeehändler kaufen Bohnen von Bauern auf, um sie mit Gewinn weiterzuverkaufen. Das drückt den Preis für den Kaffeebauern.
Darüber hinaus arbeitet der Zwischenhandel oft mit langfristigen Verträgen, und der Bauer verdient lange wenig, auch wenn die Preise auf dem Markt bereits gestiegen sind.
Durch den Verzicht auf diesen Zwischenhandel bleibt dem Kaffeebauern mehr Marge.
Der gesamte Kaffee direkt vom Bauern
Um den direkten Kaffeekauf zu fördern, arbeiten wir daran, unser gesamtes Sortiment in Zukunft mit dem Label Farmers Direct auszustatten, mit dem wir unsere Kunden dazu anregen, zu einer guten Zukunft für den Kaffee beizutragen. Das gilt bereits für einige Single Estates (Kaffee aus einer einzigen Herkunft). Diese Kaffees werden wir zunehmend in unsere Mischungen einbauen und hoffen, sie bald auch vollständig über den Direkthandel einkaufen zu können. Und das ist durchaus bemerkenswert und einzigartig.
Mischungen bestehen manchmal aus bis zu 8 verschiedenen Kaffeesorten. Jeder Kaffee in einer solchen Mischung fügt etwas hinzu, wodurch eine perfekte Balance im Kaffee entsteht. Die meisten Menschen trinken gemischten Kaffee, weil dieser am besten schmeckt.
Um einer Mischung das Label Farmers Direct geben zu können, muss jede einzelne Kaffeesorte in dieser Mischung direkt beim Kaffeebauern oder der Kaffeekooperative eingekauft werden. Es sind also weltweit gute Kontakte erforderlich, um die geeigneten Kaffees zu beziehen.
Einige Farmers Direct-Sorten, die wir bereits haben:
Einige Sorten in unserem Sortiment sind bereits teilweise Farmers Direct
Und Anfang 2026 folgen noch weitere.










