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Apfel-Streusel-Kuchen mit Earl Grey

Apfel-Streusel-Kuchen mit Earl Grey

Der Geschmack von Earl Grey stammt von der Bergamotte, einer Zitrone, die man nicht essen kann, die aber herrlich duftet. Kein Wunder also, dass Earl Grey und die meisten Fruchtgeschmacksrichtungen wie Apfel eine wunderbare Kombination sind.

Für diesen Apfelkuchen habe ich Elstar-Äpfel genommen, die bei uns im Garten wachsen, aber Jona Gold oder Goudreinet oder ein anderer säuerlicher oder süßsäuerlicher Apfel ist auch lecker.

Im Kuchen schmeckt man den Earl Grey mit einem dezenten Tee-Aroma, während die Fruchtschicht durch den Apfel und die Limette herrlich frisch ist. Die buttrige Streuselschicht macht das Ganze perfekt.

Äpfel werden nach dem Schälen schnell braun. Besonders Goudreinetten leiden darunter. Das Lustige ist, dass das Braunwerden des grünen Teeblattes eigentlich derselbe Prozess ist: Oxidation. Während die Oxidation grüner Teeblätter einen schwarzen oder Oolong-Tee ergibt, ist der braune Apfel nicht besonders lecker oder schmackhaft. 

Glücklicherweise kannst du die Oxidation mit etwas Säure (Zitronen- oder Limettensaft) stoppen. So bleibt dein Apfel schön hell und schmeckt auch noch einmal extra lecker.

Dieser Kuchen ist einfach zu machen und erfordert nur ein kleines bisschen extra Zeit für den Earl Grey Kuchenteig. Um den Geschmack von Tee in den Kuchen zu bekommen, habe ich den Earl Grey in die Butter infundiert. Einfach gesagt, lasse ich den Tee in geschmolzener Butter ziehen. Mit dieser Butter mit Earl Grey Geschmack kannst du dann alle Rezepte machen, die du möchtest. 

Zutaten

Der Kuchen

  • 250 Gramm ungesalzene Butter + ein wenig extra
  • 30 Gramm Tee - No.175 Oriental Earl Grey
  • Abrieb und Saft von 2 Limetten (oder Zitronen)
  • 200 Gramm Zucker
  • 3 mittelgroße Elstar-Äpfel
  • 3 Eier
  • 225 Gramm Kuchenmehl (oder selbsthöhendes Backmehl)

Streuselteig

  • 90 Gramm Mehl
  • 60 Gramm Zucker
  • 60 Gramm Butter (kalt)
  • eine Prise Salz

Zubereitung

Earl Grey in der Butter infundieren

Schmelze 250 Gramm ungesalzene Butter in einem Topf bei schwacher Hitze. Gib den Tee hinzu und halte ihn 5 Minuten lang knapp unter dem Siedepunkt. Achte darauf, dass die Butter dabei nicht braun wird, da dies den Geschmack verändert. Nimm den Topf vom Herd und lass ihn noch 5 Minuten ziehen.

Gieße den Inhalt des Topfes durch ein Sieb in die Rührschüssel, die auf einer Waage steht. Presse mit einem Löffel so viel Butter wie möglich aus den Teeblättern. Ich komme meistens auf maximal 190 Gramm. Ergänze dies mit etwas Butter auf 200 Gramm. 

Lass die Butter abkühlen, bis sie gestockt ist. Dafür kannst du die Rührschüssel in kaltes Wasser in deinem Spülbecken oder in einer größeren Schüssel stellen. Nicht in den Kühlschrank, sonst wird deine Butter zu kalt.

Reibe vorab die Limetten ab und reibe den Abrieb durch den Zucker. Der Geschmack der Limettenschale kommt so schon vorab in deinen Zucker. Stelle dies kurz beiseite.

Äpfel schälen

Während die Butter stockt und der Limettenabrieb im Zucker ist, kannst du schön deine Äpfel schälen. Teile sie in Viertel und entferne die Kerne. Schneide jedes Viertel längs in Scheiben von ca. einem halben Zentimeter dick. Gib den Saft einer Limette hinzu, um das Braunwerden deiner Äpfel zu verhindern.

Kuchenteig

Jetzt darf der Ofen auf 175°C vorgeheizt werden. Lege auch vorab eine quadratische Backform von 20x20 cm mit Backpapier aus. Ich falte das Papier meistens um die umgekehrte Form herum. Danach passt es ziemlich einfach in die Form.

Gib den Zucker zur gestockten Butter und mixe dies, bis deine Butter schön hell und cremig wird, etwa 5 Minuten lang. Gib dann 1 nach dem anderen deine Eier (3) hinzu, bis diese jedes Mal vollständig aufgenommen sind. Dann darf noch der Saft einer Limette durchgemischt werden. 

Mische dann 225 Gramm Kuchenmehl unter deinen Teig. Wenn dies vollständig aufgenommen ist, ist dein Teig fertig. Gib den Teig in die Backform und streiche ihn glatt. Lege die Apfelstücke auf den Teig und halte 1 cm am Rand frei. 

Streusel

Mische in einer Rührschüssel Mehl, Zucker und Salz. Du kannst die kalte Butter zwischen 2 Fingern durch das Mehl reiben oder z.B. mit 2 Messern fein schneiden - so habe ich es von meiner Mutter gelernt. Danach mischst du schnell mit einer kalten Hand (kurz unter kaltes Wasser gehalten), bis alles gerade so zusammenklebt. Du kannst es jetzt über deinen Kuchen zerbröseln.

Backe den Kuchen in 50 bis 60 Minuten gar und hellbraun. 

Lass ihn abkühlen und schneide ihn in so viele Stücke, wie du selbst für passend hältst. Frisch ist er am leckersten, ansonsten in einer verschlossenen Frischhaltedose aufbewahren.

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